Extrem_ist_in

Am Samstag versammelten sich über 10000 Menschen in Dresden um ihren Unmut über sächsische Verhältnisse und Nazis zu äußern. Auch dabei waren, wie auch Montag schon, Busbesatzungen von der Küste. So hieß es bereits das zweite Mal Sachsen dieses Jahr für mich…
In der Nacht von Freitag zu Samstag versammelten sich AntifaschistInnen aus Mecklenburg-Vorpommern um gemeinsam in die Busse einzusteigen. Einer hatte schon bei der Abfahrt einige Minuten Verspätung, was angeblich an der Orientierungslosigkeit des Busfahrers lag. Doch das war nicht sein einziges Problem. Wie sich bei der Fahrt zeigte, war der Fahrer scheinbar professioneller Skateboarder! Denn anders ist seine Liebe zur Bordsteinkante nicht zu erklären. Ebenfalls dafür spricht die doch recht skateboardähnliche Art der Beschleunigung, welche man schubweise zu spüren bekam. Im Laufe der Fahrt steuerten wir noch ein paar Haltestationen an, um die letzten leeren Plätze im Bus dann noch zu füllen.
In Dresden angekommen machte sich der Mob aus Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg zur Demo, die eigentlich um 11 Uhr beginnen sollte. Doch dann verbreitete sich die Nachricht, dass die Demo nun doch erst um 13 Uhr beginnen sollte und man noch ewig Zeit hatte. Aus diesem Grund entschlossen wir uns dazu einem naheliegenden Supermarkt noch einen Besuch abzustatten. Dort hat sich wunderbar gezeigt, dass wir nur Kunden waren, die ihr Geld dort lassen sollten und ansonsten nicht erwünscht sind. Hatte man uns erst noch in den Markt hineingelassen, wurden wir sofort nach dem Kauf wieder rausgeschmissen und mussten unsere Gruppe trennen, denn es war uns nicht erlaubt eine Minuten auf den Rest zu warten. Die Kaufkraft entscheidet wohl wer wie lange warten darf… Jedoch gaben wir uns noch nicht ganz geschlagen und warteten auf die anderen vor der Drehtür, welche wir mal auf Maximalbelastung testen wollten. Ergebnis war das gut 15-20 Personen in ein Abteil passen ohne das die Tür blockierte. Nun befanden wir uns also auf dem Vorplatz der Kaufhalle und nahmen provisorische Sitzgelegenheiten in Anspruch. Doch auch hier dauerte es keine Minute bis wir wieder einmal des Platzes verwiesen wurden. Nicht das wir irgendwie den Eingang blockiert, rumgesaut oder abschreckend ausgesehen haben. Nein, wir waren einfach nicht erwünscht. Zum Glück erwies sich die Treppe vom Casino gegenüber sowieso als besserer Platz und so erhaschten wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen in diesem Jahr. Dumm nur, das es zu gemütlich war und wir glatt den Demobeginn verchillten. Dieser wurde nämlich jetzt doch auf 12 Uhr verlegt und wir mussten uns im Nachhinein erstmal irgendwo einordnen.
Der bunte Demonstrationszug zog sich dann ca. 4 Stunden vom Hauptbahnhof, vorbei am Rathaus und Innenministerium bis zum Jugendhaus „Roter Baum“. Für das Innenministerium gabs sogar noch ein paar ironische Preise, unter anderem so etwas wie „Die goldene Scheiße“. Während der Demo wurde uns mitgeteilt, dass ca. 12000-20000 Menschen den Arsch hochbekommen hatten. Zu lesen ist aber nun doch „nur“ noch 10000.
Nachdem die Demo aufgelöst wurde, zog es uns zum Neustädter Bahnhof, wo der scheinbar letzte Supermarkt in der Nähe von der Demonstrationsroute noch geöffnet hatte. Allerdings gabs dort reichlich Freigetränke und so wurde auch dieser rasch geschlossen. Vorm Supermarkt wollten uns die Einheimischen scheinbar nicht haben. Ein „Rostock- sympathisch antifaschistisch“-Aufkleber hielt keine Minute und wurden vom Straßenfeger als Fischköppe bezeichnet. Jedoch entstand letzteres in einem nicht wirklich ernst gemeinten Zusammenhang. Positiv zu bemerken war die uns zur Verfügung gestellte Sitzgelegenheit. Eine Streuguttonne hält gut 4-5 Personen aus und ist dazu noch äußerst bequem.
Nach über eine Stunde Sitzen hatte ich kein Bock mehr und bin noch ein wenig spazieren gegangen und machte mich mit dem Umfeld des Neustädter Bahnhofs bekannt. Nicht sehr schick…
Halb sieben versammelte sich der Mob aus MV und ging geschlossen zu den Bussen. Nachdem wir zweimal an roten Ampeln hielten kam die Ansage, dass wir doch ein großer Mob seien und die Straßenverkehrsordnung doch bitte ignorieren sollten. Gesagt getan…halt alles Rowdys.
Der Busfahrer glänzte mal wieder mit Unpünktlichkeit und so saßen wir wieder fast eine Stunde im dunklen Dresden rum, während ganze Buskonvois an uns vorbeifuhren. Jene wurden immerhin von unserer Seite mit viel Gewinke verabschiedet.
Die Rückfahrt verlief (leider) viel zu ruhig. Wenn ich da an eine Tour nach Regensburg denke, war das diesmal nur eine Kaffeefahrt…lag aber auch vielleicht an der doch recht langen Route und dem ständigen Bösegucken.
Den krönenden Abschluss setzte dann aber wieder unser Busfahrer. Scheinbar sind wir ihm ans Herz gewachsen und so wollte er in Vorpommern noch ein Gruppenfoto machen. Nur doof, dass er uns vorher nicht geweckt hat, nicht alle mit drauf bekommen hat und selbst wahrscheinlich am dümmsten geguckt hat. Denn der Fotoapparat stellte sich als Blitzer heraus…
In diesem Sinn…SHRIMPS MIT REIS!!!

Ein Gruß geht auf diesem Wege an meine Bruchpilotin raus…

/Moritz

Huch.. Mupinfo wieder!

„Da war doch mal was mit der Ostseezeitung“ – Dachte ich mir, als ich bei überdurchschnittlich vielen „Beiträgen“ die OZ als Quelle sah.

Kurz die Suchfunktion benutzt und Taaadaaaaa :

http://www.mupinfo.de/?p=14544

In dem Beitrag heißt es unter anderem:

Aber ganz unter uns: Ist tatsächlich jemand auf die systemkonforme Desinformation angewiesen?

Ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen

Die Antwort wäre ganz klar: JA! MUPINFO höchstpersönlich.

In diesem Sinne: Danke MUPPIS, dass ihr es schafft, trotz Eiseskälte, die Lacher immer auf eurer Seite zu haben.

Gruß und Kuss

/MAX

Ich habs schonwieder getan: Mupinfo

Ich komm nicht mehr los davon, die Satire von MUPINFO zu lesen. Trocken unsachlich, Fakten verdreht und schlecht geschrieben. Davon könnten sich Satirespezialisten wie Sonneborn und Co. noch einiges von abgucken.

Vor einigen Tagen kam ein Bericht zu Tage: „Chronik zur Grenz- und Ausländerkriminalität“

Da sieht man, dass die „Ausländer“ total böse sind!

„Zu verzeichnen ist eine Zunahme der Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 3.308, das sind 464 mehr als im Vorjahr.“ (URL der Polizei MV)

Gegenüber steht:

„Es wurden 48.737 Tatverdächtige ermittelt“

Wenn man also die von den insgesamt 48.737 Tatverdächtigen die 3.308 „nicht-deutschen“ Tatverdächtigen abzieht ( 48.737 – 3.308 ) macht das insgesamt eine Zahl von 45.429 nicht-nicht-deutschen Tatverdächtigen.

Dabei zu berücksichtigen ist:

„Außerdem muss bei der Statistik berücksichtigt werden, dass bei der Nennung ausländischer Tatverdächtiger auch solche aus den Gruppen ausländische Touristen, Angehörige der bei uns stationierten NATO-Streitkräfte und Menschen ohne legale Aufenthaltserlaubnis mitgezählt werden. Diese Gruppen tauchen aber in der Bevölkerungsstatistik nicht als ausländische Mitbürger auf.“ (Quelle: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge)

Dieser Anteil macht nocheinmal 20% aus, die abgerechnet werden müssen:

3308 – 662 = 2646 „nicht deutsche“ Tatverdächtige.

Damit beträgt der Anteil der „Ausländer“, die laut zweischlägigen Satirikern wie den Redakteuren von MUPINFO, die Mecklenburg-Vorpommern in Angst und Schrecken versetzen, nur noch (3308 – 662 =) 2646.

Ergo: Ca. 5%

Das sind natürlich erschreckend viele!

Und dazu kommt es noch schlimmer:

Einzig in einem Delikt stehen Ausländer an der Spitze: Fast 100% der Tatverdächtigen sind Ausländer bei Verstößen gegen das Ausländer- oder Asylgesetz. Das liegt aber immerhin daran, dass Deutsche gegen diese Gesetze nicht verstoßen können, da sie ja keine Ausländer sind. Und teilweise reicht für ein „Vergehen“ schon die Tatsache, dass eine Aufenthaltserlaubnis ein paar Tage zu spät neu beantragt wurde oder ein Pass abgelaufen ist.

GT Fazit: Wir haben in Deutschland ein Problem mit Deutschen!

/MAX

Nationalisten oder Nationalliste? Das ist hier die Frage!

Wir haben euch ja schon letzte Woche aktuelle Bilder aus Grimmen präsentiert. Doch wir wollen euch auch alte Bilder nicht vorenthalten, die wir per Fanpost erhalten haben. Wenn mich nicht alles täuscht, wird folgendes heutzutage als Fail bezeichnet…
Nationaliste
„Autonome Nationaliste GMN“ sprang im Sommer den Menschen ins Auge, die von Leyerhof aus den Ortseingang Grimmen passiert haben. Doch was wollten uns die Autonomen damit sagen? Wollten sie ihr Revier markieren und meinten eigentlich die Autonomen Nationalisten Grimmen? Oder wird vielleicht doch eher Werbung für eine Liste gemacht, die in Grimmen aushängt und in der man sich bei den ANG eintragen kann? Doch dann würde es trotzdem Nationalliste heißen…
Israel Stopen
In der Nähe vom Wasserturm hieß es dann einfach nur „Israel stopen! NS jetzt“. Die Botschaft ist klar, aber auch hier schafften es die Nationalen nicht fehlerfrei zu bleiben. Dabei wurde auch noch ein „Suptras“-Schriftzug vernichtet, denn es ist ja bekannt das Suptras Rostock sich eindeutig Pro-Israel aussprechen. Schließlich hat jener Fanclub eine blaue Zaunfahne mit weißer Schrift und supportet einen Verein in den Farben weiß-blau, welches ja bekanntlich auch die Farben Israels sind. Noch dazu spielten die Hanseaten letzte Saison mit einem Stern auf dem Trikot…
Um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden, könnten die Grimmener KameradInnen ja mal um Nachhilfe bei mupinfo bitten. Schließlich wird dort peinlichst genau auf Rechtschreibung geachtet. Geschriebene Kommentare der Leser werden von der Redaktion so lange bearbeitet bis sie schließlich richig sind. Doch im Falle von Graffitifehlern dürfte wohl eher Prävention angesagt sein, denn das Korrigieren von bemalten Wänden dürfte sich als schwierig herrausstellen.
Falls mupinfo die Hoffnung mit den ANG allerdings schon aufgegeben haben sollte, wäre auch ein Besuch in der Volkshochschule eine Möglichkeit. Denn so eine befindet sich zum Glück in Grimmen und bietet auch mehrere Deutschkurse an. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Nicht das unsere NS-BefürworterInnen dann im Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ sitzen, ihre eigene heilige Sprache zwischen sogenannten Ausländern lernen müssen und am Ende auch noch mitbekommen würden, dass jene auch Menschen sind…
Genug auf die Rechten eingedroschen. Ich denke mit diesen beiden „Fails“ haben sie sich schon selbst genug lächerlich gemacht…

/Moritz

GT auf Graffitijagd


Nur eine kleine Runde muss man drehen, um allerhand Nazi-Graffiti zu finden.

Die neue Seite soll diese nicht verherrlichen, sondern einen kleinen Eindruck widerspiegeln den man von Grimmen bei einem Spaziergang bekommt.

/MAX